Feedback bei Rollenspielrunden

Auf dieses Thema brachte mich eine Diskussion um ein anderes Thema. Da ging es um ein live L2P bei dem nicht gerade wenig Eintritt verlangt wurde.

Über den Sinn, bzw. Unsinn von so einer Veranstaltung ließe sich sicherlich kräftig streiten und da möchte ich mich gar nicht dran beteiligen. Nur soviel ich für meine Wenigkeit halte nur selbst zu spielen für das einzig Wahre und Zuschauen für totlangweilig.

Allerdings kamen wir in diesem Zuge auf das Thema Dienstleistungen und ein Diskussionsteilnehmer erwähnte, zumindest sinngemäß, das er sich ins Auto setzen würde, hinfahren, Charakter auspacken, sich dann bespaßen und zu Letzt nach Hause fahren würde. Kein Bitte, kein Danke, einfach nichts.

So etwas habe ich mehr oder weniger selbst auch schon erlebt, es ist lange her, meine Spieler kamen verspätet, teilweise extrem verspätet. Stellten ihre Forderungen, spielten nichtssagende, austauschbare Charaktere, gingen nicht auf das Abenteuer ein, sie reflektierten nicht das Setting, es war beliebig austauschbar und an anderer Stelle spielten sie dasselbe auf dieselbe Art und Weise weiter.

Bis auf ein “haste gut gemacht, bis zum nächstenmal”, kam da dann gar nichts rüber.
Ich verglich das immer mit jemanden der stundenlang in der Küche steht, um dann zum Schluß die halb geleerten Teller zu entsorgen und den Abwasch zu machen, wenn die ganze Meute wieder weg ist.

Mittlerweile ist es bei uns glücklicherweise anders. Ich spiele zwar nur noch und leite nicht mehr aber es gibt zum Schluß ein “Danke fürs leiten” und ein “Danke fürs kommen”. Wir kochen gemeinsam, räumen wieder auf, sofern es der Gastgeber zulässt und sind alle meist recht satt und zufrieden.

Ich persönliche finde es doof, wenn sich die Spieler passiv bespaßen lassen und nichts dafür tun, das die Runde auf Dauer allen Freude bereitet.

Dampfartikel sind weg? Ja.

Wenn ich die Seitenaufrufe der letzten Zeit mir so anschaue, muss ich wohl doch ein paar Worte verlieren.

Ich habe alle Artikel rund ums Dampfen offline genommen. Das hat ein mehrere Gründe.

Der wichtigste Grund vorweg, das neue Tabakschutzgesetz.
Nicht das ich denke, das meine Artikel großartig als Werbung zu verstehen sind, vor allem, weil ich schon gar keine Kohle einnehme und soweit ich mich erinnere auch nie einen Shop genannt habe, allerdings befürchte ich, das der eine oder andere Abmahner schon die Messer wetzt und ich habe weder den Nerv noch die Zeit dazu, mich mit so etwas rumzuschlagen.

Aber das ist ansich auch nicht alles. Das Thema des Blogs hat sich eh geändert, bzw. ich bin zu den ursprünglichen Thema des Blogs zurück gekehrt. Ich hatte alles geschrieben, was ich zu schreiben hatte. Ich habe in den letzten zwei bis drei Jahren kaum neue Hardware gekauft und keine neuen Erkenntnisse gewonnen über die ich schreiben könnte.

Ich habe mich sowohl online als auch in der Realität aus fast allen Dampfergemeinschaften zurück gezogen. Ich schaue keine Videos mehr, ich beteilige mich nicht mehr an Diskussionen und beantworte keine Fragen mehr. Die Gründe hierzu sind sehr vielfältig, sagen wir einfach ich habe besseres mit meiner knappen Zeit anzufangen als mich mit dem Thema noch weiter zu beschäftigen.

Ja, mal ein ganz kurzer Artikel aber mehr habe ich dazu nicht zu sagen. Ich wünsche Euch allzeit gut Dampf und lasst Euch nicht unterkriegen.

Spielhilfen: Battlemap

DSCF3495Sobald das Rollenspiel ein taktisches Element bekommt, benötigt man etwas zum Visualisieren.

Die einfachste Methode ist hier sicherlich eine blanke Battlemap, also eine beschichtete Unterlage, mit einem aufgedruckten Feld aus rechteckigen oder hexagonalen Formen, je nach dem System.

Vor langer, langer Zeit, einer Zeit bevor man im nahezu jedem Haushalt einen Internetanschluß hatte und online Shops eher selten waren, da hatten wir das Bedürfnis mit Hilfe von Miniaturen und einer ebensolchen Unterlage eine Battlemap zu nutzen.

Ich ging daraufhin los und besorgte in einem Bastelbedarfs Geschäft einen Pappkarton und selbstklebende Folie. Zurück bei meinem Kumpel in der Küche besorgten wir uns noch ein großes Lineal aus Metall und einen Stift.

Mein Kumpel, seines Zeichen Physikstudent meinte damals noch, wir müssen irgendwelche Abweichungen genau mit einbeziehen, damit die Flächen auch vollkommen exakt gleichgroß sind. Was ich verneinte, da dies nun wirklich nicht notwendig sei für unseren Einsatzzweck und ich schlichtweg keine Lust hatte mich zu verkünsteln.

Also an den Rändern 2,5cm große Abstände eingezeichnet und mit Hilfe des Lineals diese verbunden. Als das Rastergitter fertig war, haben wir den Pappkarton noch mit der Folie beklebt und fertig war das Machwerk. Die Folie war natürlich nicht breit oder lang genug und wir hatten einen winzigen Spalt.Wie man auf dem Bild schön sehen kann.

DSCF3494Über die Jahre hin, schleppte ich diese Battlemap immer mit zu sämtlichen Runden. Ich muss sagen, dafür hat sie sich gut gehalten, ein wenig eingewellt, das Raster ist verblichen und ein paar kleine Knicke hat sie aber es würde noch gehen.

Der Nachteil ist offensichtlich, sie ist groß, man kann sie weder falten noch aufrollen und gut schauts auch nicht aus aber sie war verhältnismäßig günstig und schnell gemacht.

Im Laufe der Zeit hat sich allerdings dann doch vieles geändert. Man bekommt solche Matten hinterhergeschmissen, meist halt gefaltet oder aufgerollt. Sie kosten auch nicht unbedingt mal wenig.

Dann tauchte in meiner aktuellen Spielrunde vor einiger Zeit, das mag aber auch schon zwei Jahre her sein, eine neue Art von Battlemap auf.

DSCF3493Die ist gefaltet, in einer kleinen Tasche aufgehoben nicht viel größer als ein Smartphone, dabei noch ein Folienstift und vor allem auf unterschiedliches Maß aufklappbar.

Hierbei handelt es sich um das Noteboard.

Auf dem Photo seht Ihr die gesamte Breite und zwei von sieben Segmenten aufgeklappt. Also für Rollenspielszenarios vollkommen ausreichend. Das Raster umfasst Rechtecke, in zwei Größen und Hexagone.

Die zweite Seite ebenfalls beschichtet ist blanko.

Von der Gesamtgröße her, ist es etwas schmaler aber dafür länger als der oben abgebildete Selbstbau.

Dieses kleine Hilfsmittel setzen wir sehr gerne ein, schnell ausgelegt, vollgekritzelt und ebenso schnell wieder weggepackt.

 

Das kleine Noteboard wollte ich Euch nur kurz mal zeigen, da ich es für sehr nützlich halte. Einen online Shop aus Deutschland der das Noteboard vertreibt wäre der Sphärenmeister, woanders habe ich das Teilchen noch nicht gesehen. Leider ist das Noteboard dort auch so schnell wieder vergriffen, wie es reinkommt.

Crossgender Spiel vs. Immersion

Sith MagicDie Tage laß, nein eher überflog ich einen Blog Beitrag der von dem Ärger über den Gender Lock bei manchen Spielen handelte. Sprich man kann bestimmte Klassen nicht spielen, weil sie unnötiger Weise nicht beiden Geschlechtern zugänglich sind.

Daraus ergab sich die Diskussion, an der ich mich nicht beteiligte, über das Thema welche Geschlechter man bevorzugt spiele. Vielen scheint es vollkommen unmöglich zu sein das andere Geschlecht zu spielen. Die Begründung lag vor allem in dem Mangel an Immersion.

Immersion bedeutet im Endeffekt das gefühlsmäßige Eintauchen in das Spiel. Im Zusammenhang mit Computerspielen habe ich davon zwar noch nie gehört aber natürlich hat dieses Thema dort auch seine Berechtigung. Nur insteressieren Computer Spiele an dieser Stelle nicht.

Der Hauptgrund für die Ablehnung dem Crossgender Spiel gegenüber war ziemlich deutlich, das man(n) sich mit dem “falschen” Geschlecht nicht in das Spiel einfühlen könne.

Tjoa, da mache ich mir doch meine Gedanken dazu.

Zum einem habe ich in der Vergangenheit schon viel zu hören bekommen über das Unding von manchen Dreibeinern die es wagen weibliche Charaktere zu spielen. Denn kein Mann könne eine Frau glaubhaft darstellen und die (heilige) Weiblichkeit würde zur Parodie verkommen.

Nunja, ich denke anhand meiner Ausdrucksweise entnehmen kann, muss ich dazu nicht viel sagen was davon halte. Ein brauchbares englisches Wort hierfür wäre einfach Bullshit!

Abgesehen davon, das es nicht die männliche Unfähigkeit ist, sondern mehr die persönliche, kann es auch die holde Weiblichkeit treffen, was das Unverständnis dem Manne gegenüber betriff und das ganze ohne esotherischen Schwachsinns. Hier musste ich nur an eine meiner Verflossenen denken, die bei Männlichkeit an ihren (glücklicherweise) nicht existenten Sack griff. Es geht kaum sexistischer aber auch das ist nicht das Thema, sondern was ich vom Crossgender Spiel halte.

Mehr durch einen Zufall habe ich vor rund zwei Jahren begonnen fast nur noch weibliche Charaktere zu spielen. Ich bekam einen vorgefertigten weiblichen Charakter in die Finger, für die ich mich einfach nur wegen der mir zugänglichen Karrierewahl entschied. Ich zögerte in der Tat ein wenig eine Frau zu spielen. Seitdem erstellte ich ausschließlich weibliche Charaktere.

Ich muss sagen, ich fühle mich pudelwohl was weibliche Rollen im Paper&Pen angeht. Nur kurz gesagt im Bereich der PC Spiele spiele ich ausschließlich weibliche Charakter, sofern mir das Gender Lock keinen Strich durch die Rechnung macht aber das nur am Rande.

Ich finde es nicht wirklich schwerder oder exotischer als einen Zwerg, oder Elfen oder oder oder was auch immer für eine humanoide nichtmenschliche Spezies zu spielen. Die zu allem Übel nichtmals existiert, was Frauen glücklicherweise tun und ja ich bin sehr dankbar dafür aber auch das nur am Rande ;)

Meine weiblichen Charaktere sind nicht die papiergewordenen feuchten Träume von spätpubertierenden unbefriedigten Kerlen, ich denke ich bekomme es ganz gut hin, unterschiedlichste Charaktere darzustellen, bzw. es zu versuchen. Was allerdings auch darin begründet ist, das die Sexualität im Rollenspiel für mich höchstens eine sehr theoretische Komponente hat, sprich Sex gehört nicht an den Spieltisch.

Ja selbst der Flirt, nein ich kann nicht in Anwesenheit von anderen auch nur einen Flirt spielen, am besten noch unvorbereitet aus heiterem Himmel und wenn der Flirtpartner dann ebenfalls ein Mann ist, dann funktioniert das gleich dreimal nicht. Soweit geht meine Immersion dann auch wieder nicht.

Das Spiel mit den Klischees ist aber etwas sehr reizvolles. Ich meine damit nicht die Bombshell, die bereit für alles und jeden zu jederzeit ist, was ein anderer Artikel augenscheinlich mit dem Prinzip der starken Frau verwechselte, diesen Beitrag habe ich gar nicht gelesen, sondern nur die Kommentare überflogen.

Ich meine die ganz typischen Klischees, ein paar Beispiele:

  • der Hauptmann unserer Garde sucht meine Verona im Stall auf, ja sie ist die Stallmeisterin und ja Pferde. Sie sitzt wie so meist am Schreibtisch mit den Füßen obenauf. Er kommt rein, ihre erste Reaktion als sie ihn nach ihm rufen hört: “Ich habe nichts gemacht!”, er erwiderte darauf: “Ich weiß”. Sie fauchte ihn an “was soll das denn heißen?”
  • Schuhe kaufen, mal zickig sein sind die anderen Klischees, die man auch gerne mal anspielen kann. Vor allem wenn es zu zweit Schuhe kaufen geht und die Spielerin des anderen weiblichen Charakters daran genauso große Freude hat, wie man selbst.
  • meine zweite Dame in der Runde ist eine sehr junge Person, die allerdings schon lange auf ihren eigenen Füßen steht. Allerdings gibt es noch eine eher jüngere Frau, die zwar einige Jahre älter aber deutlich unreifer, bishin sehr albern ist. Sie lässt sich von diesem Benehmen einfach mitreißen und wird selbst ziemlich kindisch. Beim vorletzten Mal haben sich beide den Magen an Unmengen Süßigkeiten verdorben und jammerten ganz schön rum, als man sie ihnen wegnahm. Ja sehr albern. Verona hätte den beiden eine Tracht Prügel angedeien lassen, selbst nur unwesentlich älter.
  • etwas hinterhältlich zu sein. Meine ehemalige Twi’lek Sklavin, welche den doch sehr attraktiven Mann in der Gruppe anmotzt, was er ihrer Cousine auf den Hintern starrt. Natürlich in so einer Lautstärke, das es die gesamte Gruppe mitbekommt, die hauptsächlich aus Frauen bestand und dann auch noch neben der Cousine eine weitere Verwandte mit einem riesigen Blastergewehr.

Klischees sind für mich ein essentieller Bestandteil des Rollenspiels. Man spielt mit ihnen, man verkehrt sie ins Gegenteil um, man variert sie und experimentiert rum. Natürlich kann dabei etwas rauskommen, was nicht gut ist aber im Normalfall (irgendwie kann ich hier nicht “in der Regel” schreiben, bei dem Thema) funktioniert das wunderbar.

Meine letzter weiblicher Charakter ist ein Haudrauf, Drogen, Sex, Gewalt und eine wandelne Freakshow, Bodymodifications at its best. Wobei wie gesagt der Sex nur eine theoretische Komponente ist.

Über den kommenden Charakter werde ich Stillschweigen bewahren, da meine Mitspieler dieses hier eventuell lesen werden und ich meine Ideen nicht verraten möchte, außerdem ist sie noch nicht gänzlich ausgearbeitet und schon die erste Spielsitzung könnte zeigen, das sie für mich nicht spielbar ist, weil mir das Konzept nicht liegt. Man wird sehen. Sie wird auf jedenfall mich vor ganz neue Herausforderungen stellen.

Grundsätzlich denke, man muss es nicht perfekt darstellen, wenn man das andere Geschlecht spielt. Darum geht es gar nicht aber ich denke ich bekomme es ganz gut hin. Im Endeffekt müsste man da allerdings die Spielerinnen der Runden fragen, was ich selbst aber nicht tue, weil es mir nicht so wichtig ist. So lange sich niemand beschwert ist alles gut.

Zurück zur Immersion, eigentlich hasse ich das Wort aber in Hinsicht auf die fortgeschrittene Stunde, muss ich gestehen mir fällt gerade kein besseres ein. Mir fällt es, wie schon erwähnt, ziemlich leicht mich in einen weiblichen Charakter hineinzu versetzen und der Versuch die Welt, in dem Falle die virtuelle Welt, durch weibliche Augen zu betrachten.

ein Platz zum spielen

Wenn ich in meiner Erinnerungskiste rumkrame, dann haben wir an den unterschiedlichsten Orten und Situationen gespielt.

Meist gemütlich in der Couch Ecke, mit dazugehörigen Tisch gefletzt aber auch auf Matrazen auf dem Boden liegend oder an Esszimmertischen in der Küche und so weite rund so fort.

Bei meiner aktuellen Runde, sitzen wir an einem Tisch und unter einer Plexiglasscheibe liegen Karten.

Man wird älter, technische Hilfsmittel kommen dazu, die es schlichtweg vor 15-20 Jahren noch gar nicht gab aber die alten Dinge, wie Bücher, Charakterbögen, Würfel, vielleicht eine Battlemap bleiben.

Auch wenn ich in Hinsicht der Gemütlichkeit immernoch die Couchecken Variante bevorzuge, praktisch ist sie nicht, wenn man irgendwann anfäng wegzudösen. Man sich mühsam aufraffen muss, wenn es an die Battlemap geht und der Couchtisch kaum Platz für all das bietet.

Eine duale Lösung wäre hier vielleicht das Beste aber habe mal Platz für Couch Ecke und einem großen Tisch, mit Battlemap.

Auf jedenfall bin ich seit Längerem am grübeln, wie für mich der ideale Tisch zum spielen auszusehen hat. Ich bin über einige Ideen im Natz gestoßen, viele Ideen kann man nicht sagen aber schon ein paar nette Ansatzpunkte. Jedoch hatten alle Varianten ihre Nachteile. Spieltische die man fertig kaufen konnte, sind davon nicht ausgeschlossen und dazu kommen noch Preise die mein Budget übersteigen würden.

Dann ist mir noch dieser Tisch einige Male über den Weg gelaufen und dann dieses Video über seine Entstehung, heute vormittag das mich zu diesen Zeilen hier animiert hat.

Gleich vorweg, ich finde den Tisch genial, er hat viele tolle Eigenschaften aber auch Nachteile.

Hier ist an der ersten Stelle, ich hätte weder das notwendige Werkzeug, noch die notwendigen Fähigkeiten, nicht ausreichend Zeit und mir fehlt der Platz so einen Tisch zu bauen.

Dann kommt die Elektrik dazu, das ist nichts für den Heimwerker, da muss ein Fachmann ran, zumindest hierzulande aber da kann man auch drum rum kommen und wäre kein K.O. Kriterium. Ich würde einfach gute Mehrfachsteckdosenleisten nehmen aber dazu gleich mehr.

Dann hat der Mensch etwas nicht bedacht, zumindest habe ich es nicht gesehen, die Abwärme vom Monitor ist nicht zu unterschätzen, die muss irgendwo hin. Das Problem hätte ich auch.

Kommen wir aber mal zum praktischen Nutzen, einige Beispiele werden im Video ja schön gezeigt und bis auf das klassiche P&P Spiel, dient der Tisch hervorragend. Die Abdeckungen abgenommen und man kann entweder auf den Monitor als Battlemap zurückgreifen oder aber die verborgene Fläche als Spielbrett benutzen. Einfach klasse.

Jetzt denke ich aber an eine normale Spielrunde, da kommen eine große Anzahl an losen Blättern, Stifte, Würfel, Würfelbretter, Büchern, Flaschen (ok, kann man auf den Boden stellen),  Gläser und Knabberkram hinzu. Dazu vielleicht noch Mobiltelefone, Tablets oder sogar Laptops und was mir sonst gerade nicht einfällt.

Entweder man hat die Abseckung geschlossen und einen normalen Tisch oder man hat sie offen und der Kram balanciert auf der breiten Kante.

Im Ersten Fall, wenn man an die Battlemap möchte, muss man alles wegräumen.

Im zweiten Fall sind Mißgeschicke vorprogrammiert. Ich denke die Mißgeschicke die ich so normalerweise an einem Abend produziere dagegen stelle, sind die noch harmlos und mein Spielleiter wird bei den Zeilen entweder lachen oder die Augen verdrehen, wenn ich den regelmäßigen bösen oder genervten Blick erwähne, den ich so manches Mal kassiere, weil ich wieder irgendwelche Sachen in der Gegend rumwerfe. Bei mir lernen Würfel fliegen und um so schwerer und um so zerbrechlicher um so schneller passiert mir da etwas.

Aber egal, man kann seinen Kram einfach nicht ausbreiten oder muss wieder rumräumen.

Daher würde ich einen anderen Ansatz bevorzugen.

Ich würde einen normalen Esszimmertisch nehmen, gibt es je nach Größe, Qualität und Funktionsumfang schon für knapp über 100 Euro.
Den Tisch den ich mal näher betrachten würde, kostet 190 Euro und ist ausziehbar.

Dann würde ich hochwertige Steckerleisten nehmen, mit Überspannungsschutz und ausreichend dimensionierten, vielleicht überdimensionierten Kontakten. Die benutze ich sowieso nur noch, weil die Billigheimer aus dem Supermarkt dann doch eher gefährlich sind.
Außerdem kann man die Dinger, ohne sie zu öffnen gut unter der Tischplatte befestigen. Allerdings kosten die auch deutlich mehr und sind nicht für einen Fünfer zu haben.

Die würde ich an strategisch günstigen Stellen befestigen, damit alle Spieler Zugriff drauf haben.
Man könnte auch bei Büromöbeln nach versenkbaren Steckdosenleisten schauen, die sich relativ leicht im Tisch integrieren lassen, gleich noch mit Netzwerkanschlüssen und USB Buchsen. Da gibt es viel Auswahl.

Jetzt zur Battlemap. Da würde ich einen Aufsatz besorgen oder bauen, ein Podest das man in die Mitte des Tisches stellen kann, damit geht unterhalb des Ganzen keine Fläche verloren, wo Knabberkram, Bücher etc. schön verstaut werden könnten.

Da könnte man auch gleich kleine Leuchten instalieren, welche den Platz vorm Spieler beleuchten. Vielleicht ein paar Fächer einsetzen, damit der Papierkram und vor allem die Bücher vor umfallenden Gläsern, bzw. deren Inhalt geschützt sind.

Die Platte des Podestes ließe sich je nach verwendeten Materialen anpassen.

Für einen Beamer, würde es ein weißer Untergrund tun, vielleicht mit einem Rechteckraster.

Für Karten oder normale Battlemaps, kann man das mit einer Plexiglasscheibe abdecken, die man nicht abdichten müsste.

Einen Ausschnitt für den Monitor, der aber zwingend notwendig nach unten offen bleiben muss, für die Abwärme. Hier könnte man noch in die Mitte des Tisches eine Öffnung für die Kabel installieren.

Ja, das wars auch schon so im Großen und Ganzen, was meint Ihr dazu? Fehlt euch etwas.

Es geht mir jetzt nicht um die Diskussion über den Sinn und Zweck von Battlemaps im P&P RPG oder um den Sinn und Zweck der einzelnen Materialien wie Beamer oder Monitor, sondern darum wie Ihr so einen Tisch gestalten würdet.